Hessen: Rückgang der MFA-Ausbildungszahlen 2012
Frankfurt – Die Landesärztekammer Hessen (LÄKH) hat auf rückläufige Ausbildungszahlen im Bereich der Medizinischen Fachangestellten (MFA) hingewiesen. Demnach wurden in dem Bundesland im letzten Jahr mit insgesamt 961 MFA-Berufsausbildungsverträgen fünf Prozent weniger unterzeichnet als 2011 (1.011 Berufsausbildungsverträge).
Mangelnde Ausbildungsreife und unklare Berufsvorstellungen der Auszubildenden sind laut einer IHK-Befragung hessischer Ausbildungsbetriebe die beiden größten Ausbildungshemmnisse für die Betriebe. Der LÄKH zufolge ist der Bewerbermangel in dem Ausbildungsberuf zur MFA zwar noch nicht gravierend. Allerdings werde die demografische Entwicklung auch vor Praxen und Krankenhäusern nicht Halt machen.
In diesem Zusammenhang warb LÄKH-Präsident Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach für die überbetriebliche Ausbildung und Kooperationen. „Durch sinnvolle Auswahl der Wahlmodule kann die betriebliche Ausbildung ergänzt und vertieft werden“, so von Knoblauch zu Hatzbach.
Sollten Ärzte das erforderliche Ausbildungsspektrum in ihrer Praxis nicht anbieten können, seien Kooperationen mit anderen Praxen, vorzugsweise mit allgemeinmedizinischer oder internistischer Ausrichtung, in einem Ausbildungsverbund möglich.
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