Hirnzentrum der sozialen Hackordnung
Seit ihnen die funktionelle Kernspintomografie (fMRI) zur Verfügung steht, bleibt den Hirnforschern nichts mehr verborgen. Auch für das Statusdenken der Menschen haben Caroline Zink vom US-National Institute of Mental Health und Mitarbeiter in Bethesda jetzt ein Hirnzentrum entdeckt. Es ist im ventralen Striatum lokalisiert.
In der Studie wurde hier immer dann eine vermehrte Aktivität im fMRI registriert, wenn den Probanden Bilder von Personen höheren sozialen Rangs vorgelegt wurden. Es handelt sich also um das Hirnzentrum für die soziale Hackordnung, das die Hirnforscher bisher nur im Tierreich bis rauf zu den Affen nachweisen konnten.
Jetzt können sie erklären, warum auch die Menschen nicht frei davon sind, ihren sozialen Rang ständig zu prüfen. Wobei sich am 29. April fast zwangsläufig die Frage ergibt, ob das ventrale Striatum die Anziehungskraft erklärt, die Trauungszeremonien von sozial höher gestellten Personen auf nicht wenige Menschen auslösen - abgesehen einmal von der in der Yellow-Press diskutierten Frage, ob eine Ehe über die sozialen Grenzen hinaus glücklich enden kann. Aber vielleicht gibt es auch hierfür bald eine Antwort der Hirnforschung.
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