Hormon Spexin könnte Übergewicht bereits bei Kindern fördern
Rochester – Jugendliche mit niedrigen Konzentrationen des Hormons Spexin haben ein erhöhtes Risiko für Übergewicht. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Mayo Klinik in einer Querschnittsstudie, die im Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism (doi: 10.1210/jc.2016-1177) publiziert wurde.
Die Forscher hatten Blutproben von 51 übergewichtigen Kindern im Alter zwischen 12 und 18 Jahren genommen und mit denen von 18 normalgewichtigen Kindern verglichen. Die Spexin-Level waren signifikant niedriger bei den übergewichtigen Kindern (0.33 ng/mL [0.27– 0.44] versus 0.42 ng/mL [0.33– 0.55]; P _ .024). Weder das Alter noch das Geschlecht zeigten einen Zusammenhang mit der Spexin-Konzentration. Im Gegensatz zu Untersuchungen bei Erwachsenen konnten die Forscher keinen Zusammenhang mit Nüchternglukose-Werten oder kardiometabolischen Risikofaktoren beobachten.
Auch bei Menschen mit Diabetes Typ 2 konnten bereits niedrige Spexin-Level nachgewiesen werden. Studien weisen darauf hin, dass das Peptid eine Rolle beim Glukose- und Lipidstoffwechsel spielen könnte.
Ein Zusammenhang zwischen Spexin und Übergewicht konnte in früheren Studien bereits bei Erwachsene nachgewiesen werden. „Unsere aktuelle Untersuchung lässt vermuten, dass Spexin schon im jungen Alter eine Rolle bei der Entstehung von Übergewicht spielen könnte,“ sagt die Erstautorin Seema Kumar vom Mayo Clinic Children's Center.
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