Hüftfraktur: Dual-Mobility-Systeme vermeiden Luxationen nach Gelenkersatz

Uppsala – Die Verwendung von Dual-Mobility-Systemen bei Hüfttotalendoprothesen, die auch in Deutschland zunehmend häufiger eingesetzt werden, hat in einer randomisierten Studie aus Schweden und Großbritannien die Zahl der postoperativen Dislokationen deutlich gesenkt (Lancet 2026; DOI: 10.1016/S0140-6736(26)00759-2). Ein Einfluss auf Reoperationen und Infektionen war jedoch nicht erkennbar.
Luxationen gehören zu den häufigsten Komplikationen nach der Implantation von künstlichen Hüftgelenken. Betroffen sind häufig Patientinnen und Patienten mit Hüftfrakturen, bei denen neben dem Hüftkopf auch die Pfanne ausgetauscht werden muss. Weil Muskeln und Bänder in den ersten Monaten nach der Operation noch schwach sind, kann der Hüftkopf bei bestimmten Bewegungen aus der Pfanne springen.
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