Ausland

Immer mehr Deutsche besitzen eine europäische Kranken­versichertenkarte

  • Donnerstag, 14. Mai 2009

Brüssel - Die Europäische Krankenversichertenkarte (EKVK) findet zunehmend Verbreitung. Im vergangenen Jahr - vier Jahre nach Einführung der EKVK -, waren 54,7 Prozent aller Deutschen im Besitz der blauen Karte mit den gelben Europa-Sternen. Sie ersetzt den ehemaligen Auslandskrankenschein E111. Insgesamt verfügten bis Ende 2008 europaweit über 180 Millionen Bürger über eine EKVK.

Am weitesten verbreitet sind die Karten nach Angaben der Europäischen Kommission in Luxemburg, der Tschechischen Republik, Österreich, Italien und der Schweiz. In Rumänien, Griechenland, Bulgarien, Polen und Lettland kennt man die EKVK bislang kaum. Zu den Ländern, die die EKVK ausgeben, gehören die 27 EU-Staaten sowie Island, Lichtenstein, Norwegen und die Schweiz.

Die Karten sollen gewährleisten, dass gesetzlich Krankenversicherte im europäischen Ausland dieselben medizinischen Leistungen in Anspruch nehmen dürfen wie Inländer. Dies gilt für Sozialversicherte, wie Studenten, Arbeitssuchende, Freiberufler oder Arbeitnehmer, die bei einem vorübergehenden Aufenthalt im europäischen Ausland krank werden oder sich verletzen.

Die Abrechnung der Leistungen nach Vorlage einer gültigen EKVK erfolgt auf der Grundlage des Sachleistungsprinzips nach den Regeln des Ersatzverfahrens. Auch hinsichtlich der gesetzlichen Zuzahlungen und der Praxisgebühr sind die ausländischen Versicherten den Mitgliedern einer deutschen Krankenkasse gleichgestellt.

Zuständig für die Austeilung der Karten sind die örtlichen Krankenkassen. Einige Kostenträger, wie die DAK oder die TK, drucken die EKVK auf die Rückseiten ihrer Krankenversichertenkarten. Andere Kassen verschicken die Karten separat.

Die EKVK enthält als persönliche Daten den Vor- und Nachnamen des Karteninhabers, dessen persönliche Kennnummer sowie dessen Geburtsdatum. Medizinische Daten sind auf den Karten bislang nicht vermerkt.

ps

Diskutieren Sie mit:

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung