Informationen zur Komplementärmedizin für Krebspatienten
Hamburg – Ein Programm „Komplementärmedizin für Krebspatienten“ hat eine Arbeitsgruppe um die Onkologin Jutta Hübner von der Deutschen Krebsgesellschaft auf der Versorgungsmesse der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) heute in Berlin vorgestellt. Die Techniker Krankenkasse beteiligt sich daran. „Heilsversprechen, die wahre Wunder in Aussicht stellen, gibt es in der begleitenden Krebstherapie viele. Leider kann man nur den wenigsten davon tatsächlich Glauben schenken“, so Hübner.
Sie betonte, auch für Ärzte sei es oft schwierig, sich aus der Fülle verschiedener Informationen ein klares Bild zu machen. Allerdings gäbe es sehr wohl unterstützende Maßnahmen, welche die die Schulmedizin während der Krebstherapie sinnvoll ergänzten. „Ob es darum geht, die Nebenwirkungen von Chemo und Co. erträglicher zu machen oder Wohlbefinden und Lebensqualität zu steigern: Natürliche Heilmethoden können durchaus helfen“, so Hübner.
Das neue Angebot umfasst eine Vortragsreihe, Videos, eine Broschüre, ein telefonisches Beratungsangebot durch Onkologen aus dem Ärztezentrum der Techniker Krankenkasse und individuelle Patientenschulungen bei einem onkologischen Experten. Zusätzlich haben Krebsgesellschaft und Techniker Krankenkasse einen Leitfaden für Ärzte entwickelt.
„Wir wollen den Betroffenen das Rüstzeug für ihre persönliche Entscheidung an die Hand geben. Sie sollen selbst fundiert entscheiden können, auf welche komplementärmedizinische Maßnahmen sie setzen möchten - und worauf sie tatsächlich besser verzichten“, so die Onkologin.
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