Israels Krankenhäuser sollen muslimische Gebetsräume erhalten
Jerusalem – Die israelische Regierung will staatliche Krankenhäuser mit Gebetsräumen für alle Religionen ausstatten lassen. Hintergrund der Entscheidung sei eine Klage vor dem Obersten Justizgerichtshof, berichtet die Internetzeitung Ynet-News vom Mittwoch. Ein Muslim hatte demnach wegen Diskriminierung geklagt, weil er vor einer Klinik in Tel Aviv ohne einen muslimischen Gebetsort im Freien habe beten müssen.
Als Reaktion auf die Klage teilte die Regierung dem Pressebericht zufolge mit, die sechs größten medizinischen Zentren des Landes in Jerusalem, Tel Haschomer, Haifa, Tel Aviv, Beerscheba und Petak Tikva würden angewiesen, binnen eineinhalb Jahren Gebetsräume für Muslime einzurichten.
Das Gesundheitsministerium habe bereits 2011 beschlossen, an staatlichen Krankenhäusern Gebetsräume für alle Religionen zu verordnen. Schon vor Einreichung der Klage hätten Kliniken in Haifa und in Tel Aviv muslimische Gebetsräume eingerichtet.
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