Japanisches Krankenhaus nimmt weltweit erste Herz-OP mit Stammzellen vor

Tokio – Zum ersten Mal überhaupt sind in Japan einer Patientin im Labor hergestellte Herzmuskel-Zellschichten implantiert worden. Die aus sogenannten induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS-Zellen) gewonnenen Zellschichten wurden auf das Herz der an einer schweren Insuffizienz leidenden Frau aufgebracht, wie das Keisatsu-Krankenhaus in Osaka mitteilte. Die Operation dauerte demnach eine Stunde.
„Wir hoffen, dass dies die Lebensqualität des Patientin verbessern wird“, sagte der Chirurg und Klinikleiter Yoshiki Sawa nach der Operation vor Journalisten. Die japanische Regierung hatte die Therapie erst im März für den klinischen Einsatz zugelassen.
Sawa hatte die Technologie in Zusammenarbeit mit dem japanischen Wissenschaftler Shinya Yamanaka entwickelt, der 2012 für seine Forschung zu iPS-Zellen mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Die Besonderheit der Zellen besteht darin, dass sie sich in nahezu jeden beliebigen Zelltyp des Körpers verwandeln können.
Die Therapie richtet sich in erster Linie an Patienten mit Herzkrankheiten, für die alle herkömmlichen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft wurden. Bis 2033 will Sawas Team laut Medienberichten ähnliche Operationen bei 75 Patienten vornehmen. Parallel sollten die Ergebnisse ausgewertet werden, bis die Behandlungsmethode endgültig zugelassen werden kann.
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