Ärzteschaft

Kammer Bayern: „Ja“ zu vorsichtigem Umgang mit Internet und Social Media

  • Montag, 25. Februar 2013

München – Zu einem vorsichtigen, aber aufgeschlossenen Umgang mit den neuen Medien hat die Bayerische Landesärztekammer (BLÄK) aufgerufen. „Natürlich sollen Ärzte fit für das Internet sein, E-Mails mit Patienten austauschen, die Praxis-Website in regelmäßigen Abständen aktualisieren oder auch einen Praxis-Newsletter verschicken“, sagte BLÄK-Vizepräsident Wolfgang Rechl. Besonders wichtig sei die Möglichkeit, schnell, unkompliziert aber sicher Informationen zwischen dem stationären und dem ambulanten Sektor auszutauschen.

Hilfreich bei dieser Tätigkeit seien Anwendungen für die praxis- und sektoren­über­greifende Arzt-Patienten-Kommunikation, unter anderem die Rezeptbestellung und Terminbuchung online, ein Recall-System online per E-Mail oder SMS, elektronische Krankenakten, die bedarfsgerechte Ressourcenplanung von Personal, Räumen und Geräten, ein papierloser Austausch von Befunden und Formularen, die digitale Archivierung von Daten, die Verlaufsdokumentation im Rahmen von Chroniker­programmen sowie die Integration digitaler Bilder. Die Internetkompetenz auch des Praxisteams werde immer mehr zu einer Schlüsselqualifikation im Praxisalltag, so Rechl.

Gleichzeitig warnte die BLÄK Ärzte aber auch davor, sorglos mit den Medien umzugehen. Ärzte sollten beispielweise beim Abgleich des E-Mail-Adressbuchs mit ihrem Facebook-Account genau aufpassen: Dabei dürften keinesfalls Patientendaten offen werden. „Der Arzt ist verpflichtet, seine Patientendaten vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Dennoch ist eine Online-Kommunikation zwischen Arzt und Patient nach Paragraf sieben der Berufsordnung kein grundsätzliches Tabu“, sagte Max Kaplan, Präsident der BLÄK.

Er rät, auf keinen Fall den Adressbuch- oder E-Mail-Abgleich zuzulassen, wenn sich auf dem Computer oder Smartphone nicht nur private Kontakte, sondern auch Patientendaten befänden.

hil

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