Kardio-Anatomie in Ulm: Lehre in 3D

Ulm – An der Universität Ulm lernen Medizinstudierende das menschliche Herz seit Kurzem über eine 3D-Anwendung kennen. Ein Monitor ermöglicht das Heranzoomen und Drehen des dreidimensionalen Herzmodells, künftig sollen die Studierenden es mittels einer Virtual-Reality-Brille sogar betreten können. Davon profitierten vor allem angehende Mediziner.
„Die Raumstruktur des Herzens ist eigentlich schwer zu vermitteln. Doch im Wahlfach musste ich dank des stereoskopischen Modells nur wenige Fragen beantworten“, sagte Wolfgang Öchsner, Oberarzt in der Abteilung Kardioanästhesiologie und Dozent an der medizinischen Fakultät Ulm. Gute Klausurergebnisse bestätigten die Methode.
Pädagogen der medizinischen Fakultät haben mit Fachleuten des Kompetenzzentrums eLearning in der Medizin Baden-Württemberg und der Firma Imsimity das Herzmodell entwickelt. Im nächsten Schritt ist ein „VR-Lab“ geplant, in dem die Studierenden das Herz mit Hilfe von 3D-Brillen virtuell begehen können sollen. Bewährt sich das Lernmodell, wollen die Pädagogen es auch für andere Organe erproben.
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