Ärzteschaft

KBV warnt Arztpraxen wegen aktueller Störung in der Telematikinfrastruktur

  • Dienstag, 13. Oktober 2026
/picture alliance, Rolf Vennenbernd
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Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) ruft die Praxen zur Vorsicht wegen einer Störung in der Telematikinfrastruktur (TI) auf. Demnach sollten Konnektoren von Rise und Secunet momentan „auf keinen Fall ausgeschaltet und neu gestartet werden“.

Denn danach könnten die Geräte infolge einer zentralen technischen Anpassung derzeit keine Verbindungen mehr ins Internet – und damit zur TI – herstellen, wie es heißt. Die Hersteller wollen demnach noch heute ein Software-Update bereitstellen, das Praxen sofort installieren sollten, schreibt die KBV und beruft sich dabei auch auf die Gematik.

Der Gematik zufolge wird das Update entweder automatisch eingespielt oder muss von der Praxis manuell installiert werden. Danach kann der Konnektor wieder aus- und eingeschaltet werden, so die KBV.

Hintergrund ist der Wechsel eines Schlüssels in der sogenannten DNSSEC-Vertrauenskette in der TI am 11. Oktober. Bei den betroffenen Konnektoren fehle ein Vertrauensanker, weshalb sie die Adressen der VPN-Zugangsdienste nicht auflösen und deshalb keinen Tunnel zur TI aufbauen könnten, wie ein Gematik-Sprecher auf Anfrage erklärt.

Praxen, deren Konnektor keine Verbindung zur TI mehr herstellen kann, sollten sich umgehend an ihren IT-Dienstleister wenden, rät die KBV. Für betroffene Geräte gebe es inzwischen Lösungen, um sie wieder mit Internet und TI zu verbinden. „Dieser muss allerdings manuell über die Admin-Oberfläche des Konnektors – zumeist durch den Dienstleister vor Ort – vorgenommen werden.“

may/lau

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