Klarheit über Biontech-Standorte bis Ende September

Mainz – Das Unternehmen Biontech will bis Ende September über die Zukunft der von der Schließung bedrohten Produktionsstandorte in Deutschland und Singapur entscheiden.
Dabei gehe es um das Ausloten möglicher Veräußerungsoptionen für Idar-Oberstein, Marburg und Singapur sowie die Standorte von Curevac in Deutschland und im Ausland, teilte das Mainzer Unternehmen mit.
Insgesamt bis zu 1.860 Stellen könnten von den Maßnahmen betroffen sein. Bei Curevac allein sind nach früheren Angaben rund 820 Jobs bedroht – größtenteils am Hauptsitz in Tübingen.
Biontech begründet die Einschnitte mit einer zu geringen Auslastung, Überkapazitäten, Kosteneinsparungen sowie dem Fokus auf die Krebsmedizin.
Die Nachfrage nach Coronaimpfstoff, der das Unternehmen während der Pandemie weltbekannt machte, geht mittlerweile deutlich zurück. Schwerpunkt ist nun die Entwicklung neuer Produkte vor allem in der Onkologie.
Im Zuge der Umstrukturierung trennen sich die Mainzer auch von der Tochtergesellschaft JPT Peptide Technologies GmbH. JPT ist nach Angaben des Unternehmens ein führender internationaler Anbieter peptidbasierter Dienstleistungen für die Forschung und Entwicklung.
Die Dubag Group mit Sitz in München wird die gesamte Belegschaft mit rund 130 Stellen übernehmen, teilte Biontech mit. Biontech hat global etwa 8.000 Mitarbeitende.
Spätestens zum Februar kommenden Jahres wird Guido Oelkers den Job des Vorstandsvorsitzenden antreten. Wegen der weltweit geringeren Nachfrage nach COVID-19-Impfstoff haben die Mainzer im ersten Halbjahr 2026 einen Verlust von 1,35 Milliarden Euro verbucht.
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