Vermischtes

Klinik testet Bodycams zum Schutz von Mitarbeitern

  • Dienstag, 30. Dezember 2025
/picture alliance, ZUMAPRESS.com, Ramon „Tonito“ Zayas
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Dortmund – Zum Schutz der Mitarbeiter vor gewalttätigen Übergriffen testet das Klinikum Dortmund ab dem kommenden Jahr den Einsatz von Bodycams. Sie würden ab Mitte Januar für eine dreimonatige Pilotphase in den Notaufnahmen der Standorte Mitte und Nord sowie der Kinderklinik eingeführt werden, teilte die Klinik mit.

Danach soll entschieden werden, ob die kleinen Kameras am Kittel weiterhin eingesetzt werden, möglicherweise auch in anderen Klinikbereichen. Hintergrund der Maßnahme sei ein Anstieg der Gewalttaten und Angriffe auf das Personal in Krankenhäusern, insbesondere in Notaufnahmen, hieß es.

In Dortmund sollen die Minikameras vor allem im Empfangsbereich zum Einsatz kommen. Erhofft werde eine präventive und deeskalierende Wirkung, wie dies bei Polizei und Ordnungsämtern der Fall sei. Komme es zu Taten, die zur Anzeige gebracht werden, könnten die Aufnahmen außerdem der Beweissicherung dienen, hieß es weiter.

Eingeschaltet werden sollen die Kameras laut Klinikum ausschließlich in eskalierenden Situationen – nicht jedoch während einer medizinischen Behandlung oder einer vertraulichen Situation. Auch muss das Aufzeichnen dem Gegenüber deutlich angezeigt werden. Zudem können Mitarbeiter nach Auskunft des Klinikums frei wählen, ob sie mit einer Bodycam ausgestattet sein möchten und wann sie diese einschalten.

Erste Pläne für die Ausstattung des Personals mit kleinen Kameras hatte das Klinikum Dortmund bereits im vergangenen Jahr geäußert. Das Vorhaben war jedoch zunächst umfassend rechtlich geprüft worden.

Laut verschiedener Rechtsexpertisen, unter anderem aus dem Landesgesundheitsministerium sowie von der Landesdatenschutzbeauftragten, ist die Verwendung von Kameras unter eingegrenzten Voraussetzungen grundsätzlich möglich. Das Konzept sieht nach Angaben des Klinikums eine datenschutzkonforme Aufzeichnung, Verarbeitung, Speicherung und automatisierte Löschung der Daten vor. Auch der Betriebsrat unterstütze das Projekt.

dpa

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