Klinken sehen Personalfinanzierung in Gefahr
Berlin – Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) sieht einen steigenden Rationalisierungsdruck im Personalbereich auf die Kliniken zukommen. Auslöser ist die neue Grundlohnrate für 2015, die das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) heute bekannt gab. Sie soll 2,53 Prozent betragen.
„Mit 2,53 Prozent wird eine erste maximale mögliche Obergrenze für die Vergütungszuwächse bei den Krankenhausleistungen vorgegeben, die nicht ausreichen würde, den Personalkostenzuwachs, der schon heute über Tarifverträge für das nächste Jahr definiert ist, zu refinanzieren“, kommentierte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum.
Denn der maßgebliche Tarifabschluss für den Großteil der Mitarbeiter in den Krankenhäusern sehe für das nächste Jahr Vergütungszuwächse von rund drei Prozent vor. „Sollte der bis Ende des Monats zu ermittelnde Orientierungswert nicht über der Grundlohnrate liegen, zeichnet sich schon heute die Fortsetzung des Rationalisierungsdrucks im Personalbereich der Krankenhäuser ab“, so der Geschäftsführer.
Dieser werde verschärft durch den Wegfall der 0,8 prozentigen Vergütungszuschläge, die die Krankenhäuser als einmalige Hilfsmaßnahme im laufenden Jahr noch erhalten. Angesichts vieler Kliniken, die rote Zahlen schreiben, und in Anbetracht der hohen Personalkostenzuwächse haben die Kliniken laut DKG aber auch weiterhin Hilfsbedarf.
Baum: „Wenn die Koalition ihre grundsätzlich richtige Einschätzung zur problematischen Personalsituation im Krankenhauswesen ernst meint, muss sie Vergütungszuwächse oberhalb dieser gesetzlichen Vergütungszuwachsdeckelung zulassen und den Vergütungszuschlag auch für das nächste Jahre beschließen."
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