Kölner Forschergruppe untersucht fehlgesteuerte Entzündungen im Auge
Köln/Bonn – Verschiedene augenärztlichen Volkskrankheiten wie das trockene Auge, die allergische Bindehautentzündung und die altersbezogene Makuladegeneration untersucht eine neue Forschergruppe am Zentrum für Augenheilkunde der Uniklinik Köln. Gemeinsam ist den Erkrankungen, dass fehlgesteuerte Entzündungsreaktionen im Auge bei ihnen eine zentrale Rolle spielen.
„Wir versuchen, durch Beeinflussung von pathologischen Blut- und Lymphgefäßen und von Makrophagen indirekte und schonende neue immunmodulierende Therapieansätze für unsere Patienten mit ganz verschiedenen Augenerkrankungen zu entwickeln“ erläutert Claus Cursiefen, Direktor des Zentrums für Augenheilkunde an der Uniklinik Köln und Sprecher der neuen Forschergruppe. Die Gruppe trägt den Namen „„Lymphangiogenesis and cellular immunity in inflammatory diseases of the eye“. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert sie für die nächsten drei Jahre mit knapp drei Millionen Euro
Die Forschergruppe bemüht sich nach eigenen Angaben um die Einbindung junger und weiblicher Wissenschaftler sowie sogenannter Clinician-Scientists. Das sind Ärzte, die sich zu mindestens der Hälfte ihrer Zeit der Forschung widmen und damit entscheidend sind für die Übertragung von Grundlagenerkenntnissen in die Klinik. Dazu wurden unter anderem zwei Rotationsstellen bewilligt, um jungen Augenärzten die Chance zu geben, in der neuen Forschergruppe mitzuarbeiten.
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