Kongenitale Infektionen erhöhen womöglich das Risiko für Autismus und Intelligenzminderung

Stockholm – Diaplazentare Übertragungen von Krankheitserregern sind selten, können aber schwere fötale Fehlbildungen verursachen. Dass sie auch die Gehirnentwicklung der betroffenen Kinder beeinträchtigen können und dabei mit erhöhten Autismus- und Intelligenzminderungsraten einhergehen, zeigt nun eine schwedische Kohortenstudie (JAMA Pediatrics 2026; DOI: 10.1001/jamapediatrics.2026.4229).
Die Forschenden vom Karolinska Institut Stockholm berücksichtigten alle in Schweden in den Jahren 1987 bis 2021 Geborenen, das heißt mehr 3,6 Millionen Kinder. Davon war bei 975 die klinische Diagnose einer symptomatischen, kongenitalen Infektion mit Erregern von Toxoplasmose, Syphilis oder anderen seltenen Erkrankungen, Röteln, Zytomegalie oder Herpes Simplex (TORCH) gestellt worden. Die durchschnittliche Nachbeobachtungszeit betrug 19 (SD 10) Jahre.
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