Kongo erlebt schweren Cholera-Ausbruch

New York – Der Kongo erlebt den schwersten Ausbruch der Cholera seit einem Vierteljahrhundert. Wie das Koordinierungsbüro für humanitäre Hilfe der Vereinten Nationen (OCHA) gestern in New York mitteilte, wurden in dem zentralafrikanischen Land, das zu den ärmsten der Welt gehört, seit Jahresbeginn mehr als 1.300 Verdachtsfälle und 35 Todesfälle gemeldet. Im vergangenen Jahr gab es mehr als 71.800 Verdachtsfälle und über 2.000 Todesfälle.
Der sich ausbreitende Cholera-Ausbruch erfordere eine sofortige Ausweitung der Hilfsmaßnahmen, erklärte OCHA. Am Montag wurden laut der Organisation 750.000 US-Dollar aus dem Zentralen Nothilfefonds der Vereinten Nationen bereitgestellt.
Es handelte sich um die vierte derartige Zuweisung seit Anfang 2025. OCHA rief zu einer stärkeren und flexibleren Finanzierung auf.
Die Demokratische Republik Kongo zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Das Gesundheitssystem ist in beklagenswertem Zustand, die Bevölkerung leidet zudem unter Hunger und Konflikten.
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