Politik

Krankenhäuser warnen vor überhöhten Gehaltsforderungen vor

  • Dienstag, 9. Februar 2010
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Berlin – Vor der morgigen dritten Runde der Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst in Potsdam plädiert die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) für eine moderate Gehaltsentwicklung bei den kommunalen Ärzten.

„Die geforderten Tarifsteigerungen können die Krankenhäuser nicht bezahlen“, erklärte DKG-Geschäftsführer Georg Baum. Er verwies auf die Tarifabschlüsse der vergangenen Jahre, die zu achtprozentigen Personalkostensteigerungen geführt hätten und nur zur Hälfte durch eine Sonderregelung im Krankenhausfinanzierungsreformgesetz (KHRG) refinanziert worden seien. „Die nicht gedeckte Finanzierungslast beläuft sich mittlerweile auf über zwei Milliarden Euro“, so der DKG-Chef.

Gleichzeitig wies Baum die Aussagen der Gewerkschaft zurück, der Ärztemangel an deutschen Kliniken sei durch eine schlechte Vergütung der Ärzte begründet. „Im internationalen Vergleich stehen die Ärzte an vorderer Stelle“, betonte er.

Die Tatsache, dass heute 14.000 Ärzte mehr als vor fünf Jahren in den Kliniken arbeiten, zeige zudem, dass die Arbeit der Klinikärzte inzwischen auf mehrere Schultern verteilt sei. „Auch dieser Personalaufbau wurde den Krankenhäusern nicht voll refinanziert“, moniert Baum.

Vor diesem Hintergrund appelliert die DKG an die Tarifpartner, die besondere Situation der Krankenhäuser zu berücksichtigen und der „Sicherung und Weiterentwicklung der Beschäftigung Vorrang vor nicht finanzierbaren Lohnsteigerungen zu geben“.

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