Ärzteschaft

LÄK Thüringen für Quereinstieg in das Öffentliche Gesundheitswesen

  • Donnerstag, 1. Oktober 2020
Ellen Lundershausen /Georg J. Lopata
Ellen Lundershausen /Georg J. Lopata

Jena – Die Kammerversammlung der Landesärztekammer Thüringen hat sich dafür aus­gesprochen, einen Quereinstieg als Arzt in das Öffentliche Gesundheitswesen zu ermögli­chen.

„Die Pandemie zeigt jeden Tag eindringlich, dass nicht mehr gewartet werden kann, son­dern unmittelbar gehandelt werden muss! Wir können uns einen Mangel an Fachärzten in dieser wichtigen Fachrichtung nicht mehr leisten“, sagte die Präsidentin der Landesärzte­kammer Thüringen, Ellen Lundershausen, nach der gestrigen Kammerversammlung.

Noch unklar ist allerdings, wie genau dieser Quereinstieg aussehen könnte. „Die fachli­chen und zeitlichen Anforderungen für den Quereinstieg werden von den Gremien der Landesärztekammer erarbeitet“, teilte die Kammer mit.

Der in diesem Sommer vereinbarte Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) sieht vor, dass der Bund diesen bis zum Jahr 2026 mit rund vier Milliarden Euro fördert. Damit sollen in den Ländern unter anderem bis zu 5.000 neue Stellen geschaffen werden.

Bund und Länder drängen jetzt auf eine schnelle Umsetzung. Das hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Länder Ende September in einem Beschluss klargestellt.

Es ist jedoch problematisch, ausreichendes Fachpersonal für die Arbeit in den Gesund­heitsämtern zu gewinnen. „In diesem Zusammenhang muss auch ganz besonders an die Anwendung eines arztspezifischen Tarifvertrages für die Kolleginnen und Kollegen im ÖGD gedacht werden“, sagte Lundershausen.

hil

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