LÄK Thüringen für Quereinstieg in das Öffentliche Gesundheitswesen

Jena – Die Kammerversammlung der Landesärztekammer Thüringen hat sich dafür ausgesprochen, einen Quereinstieg als Arzt in das Öffentliche Gesundheitswesen zu ermöglichen.
„Die Pandemie zeigt jeden Tag eindringlich, dass nicht mehr gewartet werden kann, sondern unmittelbar gehandelt werden muss! Wir können uns einen Mangel an Fachärzten in dieser wichtigen Fachrichtung nicht mehr leisten“, sagte die Präsidentin der Landesärztekammer Thüringen, Ellen Lundershausen, nach der gestrigen Kammerversammlung.
Noch unklar ist allerdings, wie genau dieser Quereinstieg aussehen könnte. „Die fachlichen und zeitlichen Anforderungen für den Quereinstieg werden von den Gremien der Landesärztekammer erarbeitet“, teilte die Kammer mit.
Der in diesem Sommer vereinbarte Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) sieht vor, dass der Bund diesen bis zum Jahr 2026 mit rund vier Milliarden Euro fördert. Damit sollen in den Ländern unter anderem bis zu 5.000 neue Stellen geschaffen werden.
Bund und Länder drängen jetzt auf eine schnelle Umsetzung. Das hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Länder Ende September in einem Beschluss klargestellt.
Es ist jedoch problematisch, ausreichendes Fachpersonal für die Arbeit in den Gesundheitsämtern zu gewinnen. „In diesem Zusammenhang muss auch ganz besonders an die Anwendung eines arztspezifischen Tarifvertrages für die Kolleginnen und Kollegen im ÖGD gedacht werden“, sagte Lundershausen.
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