Leitlinie zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit Husten umfassend aktualisiert

Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) hat zusammen mit anderen Fachgesellschaften und Organisationen eine aktualisierte S2k-Leitlinie „Fachärztliche Diagnostik und Therapie von erwachsenen Patienten mit Husten“ veröffentlicht.
Die Autorengruppe beschäftigt sich dabei mit dem chronischen Husten und dem bis zu drei Wochen andauernden akuten Husten sowie dem subakuten Husten, der bis zu acht Wochen anhalten kann. „Vor allem in den Wintermonaten ist davon rund jeder Dritte betroffen“, erläutert Peter Kardos, Facharzt am Zentrum für Pneumologie, Allergologie und Schlafmedizin der Klinik Maingau in Frankfurt am Main. Aber auch das Rauchen sowie das Einatmen von Luftschadstoffen führe zu verstärktem Husten.
„Neu ist vor allem, dass wir diese Leitlinienversion nach zwölf Schlüsselfragen in tabellarischer Form zu den wichtigsten Aspekten der Diagnose und Therapie von verschiedenen Hustenformen strukturiert haben. Dadurch konnte der Umfang gegenüber der vorherigen Version aus dem Jahr 2019 erheblich reduziert werden – was zu einer verbesserten praktischen Anwendung führt“, so der Leitlinienkoordinator.
Die aktualisierte Leitlinie richtet sich an alle Fachärztinnen und -ärzte sowie Berufsgruppen, die erwachsene Patientinnen und Patienten diagnostisch abklären und behandeln müssen: vor allem Pneumologen, aber auch HNO-Ärzte, Gastroenterologen, Allergologen, Internisten, Logopäden und Physiotherapeuten.
Mit seiner explizit fachärztlichen Ansprache grenzt sich das Leitlinienupdate von der S3-Leitlinie „Akuter und chronischer Husten“ der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) ab. „Die Leitlinie der DEGAM ist auf die leichteren Fälle fokussiert. Falls nicht auf den ersten Blick klar ist, wo der Husten herkommt, dann kommen die Spezialistinnen und Spezialisten ins Spiel. So ergänzen sich beide Leitlinien sehr gut“, erläutert Kardos.
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