Magdeburger Institut baut Zusammenarbeit mit Tel Aviv in der Hirnforschung aus

Magdeburg – Das Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN) und die Tel Aviv University bauen ihre wissenschaftliche Zusammenarbeit in der Hirnforschung aus. Geplant sind Methodenworkshops beider Häuser noch in diesem Jahr. Im kommenden Jahr soll eine Summer School in Magdeburg folgen.
Im Zentrum stehen die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Methoden zur Untersuchung des Gehirns sowie Forschungsprojekte zu Lernen und Gedächtnis, die beide Institutionen gemeinsam vorantreiben wollen.
Das LIN und das von Inna Slutsky geleitete Sieratzki Institute for Advances in Neuroscience an der Tel Aviv University arbeiten bereits seit mehreren Jahren wissenschaftlich zusammen. Die Neurowissenschaftlerin gehört seit 2023 dem wissenschaftlichen Beirat des LIN an und begleitet die Arbeit des Instituts mit ihrer fachlichen Expertise.
Die Kooperation setzt auf eine methodische Ausbildung, die mehrere Untersuchungsebenen des Gehirns miteinander verbindet: Am LIN werden Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in Methoden der Elektrophysiologie und des Neuroimagings ausgebildet.
An der Tel Aviv University sollen sie ihre Kenntnisse in der Analyse von Neuroplastizität und neuronalen Netzwerken vertiefen. Hinzu kommt das Erlernen genetischer Methoden, insbesondere der Chemo- und Optogenetik, mit denen definierte Zellpopulationen gezielt beeinflusst und ihre Funktion in neuronalen Schaltkreisen untersucht werden können.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung von Computermodellen, die erklären sollen, wie Prozesse auf der Ebene von Molekülen, neuronalen Schaltkreisen und Verhalten zusammenwirken.
Die beiden Institutionen wollen nach eigenen Angaben ihre Kompetenzen zu einem international sichtbaren Elektrophysiologie- und Neuroimaging-Hub bündeln und damit einen Anlaufpunkt für methodische Ausbildung, wissenschaftlichen Austausch und gemeinsame Forschung schaffen.
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