Ärzteschaft

MB-Papier widerlegt Behauptungen kommunaler Arbeitgeber

  • Donnerstag, 18. März 2010

Berlin – Der Marburger Bund (MB) wirft dem Verband kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) gezielte Fehlinformation vor. „In der Tarifrunde 2010 für die Ärzte an kommunalen Krankenhäusern operiert die Arbeitgeberseite mit falschen Behauptungen“, so der MB. Mit einem Argumentepapier will die Ärztegewerkschaft nun „mit den Zahlenspielereien und irreführenden Darstellungen der VKA aufräumen.“

Besonders die Behauptung, in den nächtlichen Bereitschaftsdiensten werde mehr geschlafen als gearbeitet, sorge bei den Medizinern für Unmut. „Mit solchen Parolen treibt man die Ärzte auf die Straße“, warnt der MB. Fakt sei, dass die Bereitschaftsdienste von den Kliniken zunehmend als Ersatz für Vollarbeit missbraucht würden.

„Immer häufiger werden Routinetätigkeiten und auch Operationen in die Zeit des Bereitschaftsdienstes geschoben, um Kosten zu sparen“, verweist die Gewerkschaft. Leidtragende seien die Ärzte, die auf unterbesetzten Stationen arbeiten und häufig mehr Bereitschaftsdienste leisten, als das Arbeitszeitgesetz erlaube.

hil

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