Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen problematisch

Köln/Berlin – Die Mediennutzung vieler Kinder und Jugendlicher ist problematisch. Das zeigen unter anderem erste Zahlen der neuen Studie „Bewältigung, Lernverhalten, Intelligenz, Kompetenz, Kommunikation“ (BLIKK). „Viele Jugendliche und Erwachsene zeigen bereits heute Anzeichen einer Medienabhängigkeit. Es ist daher wichtig, rechtzeitig und zielgerichtet Aufklärung zu betreiben“, sagte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortlier (CSU). Sie ist Schirmherrin der Studie des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, des Instituts für Medizinökonomie & Medizinische Versorgungsforschung der Rheinischen Fachhochschule Köln und der Deutschen Gesellschaft für ambulante Allgemeine Pädiatrie.
In einer sogenannten Pre-Test-Phase wurden dabei im Rahmen der Früherkennungsuntersuchungen U3 bis J1 Daten zur Mediennutzung erhoben. Danach fühlen sich mehr als die Hälfte der befragten Eltern hinsichtlich des Umgangs mit digitalen Medien in ihrer Kindeserziehung unzureichend informiert. Mehr als 60 Prozent der neun- bis zehnjährigen Kinder können sich weniger als 30 Minuten ohne Nutzung von digitalen Medien beschäftigen. Jugendliche mit 13 Jahren weisen bei der J1 in 40 Prozent Lern- und Konzentrationsstörungen auf.
„Es ist daher richtig, bereits frühzeitig Kinder und ihre Eltern gemeinsam an einen verantwortungsbewussten Mediengebrauch heranzuführen. So können wir präventiv späteren Abhängigkeiten vorbeugen“, so Mortlier.
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