Medizinische Fachangestellte: 23 Prozent unter Tarif bezahlt
Berlin – Fast ein Viertel der Medizinischen Fachangestellten (MFAs) wird unter Tarif bezahlt. Das berichtet der Verband medizinischer Fachberufe nach einer Online-Umfrage, an der sich 569 MFAs beteiligt haben. „Sowohl die Teilnehmerzahl als auch die Tendenzen, die sich im Verlauf der Abfragen bestätigt haben, zeigen, dass diese Angaben die Realität widerspiegeln“, meint Margret Urban, stellvertretende Präsidentin im Verband medizinischer Fachberufe.
Sie kritisierte, die Tarifgehälter seien im Vergleich zu anderen Berufen des dualen Systems und zu anderen Gesundheitsfachberufen ohnehin niedrig. „Sie stellen nur die Mindestbedingungen dar. Das haben uns die Arbeitgebervertreter in den Tarifverhandlungen immer wieder bekundet“, so die Vizepräsidentin.
Insgesamt seien sogar bei rund 43 Prozent der Arbeitsverhältnisse diese Mindestbedingungen nicht erfüllt, weil viele MFAs in zu niedrige Tarifstufen eingeordnet seien. „Diese Medizinischen Fachangestellten erhalten schon jetzt für ihre Arbeit zu wenig Lohn und sausen dann direkt weiter in die Altersarmut“, so Urban.
Ende Februar haben die Verhandlungen über einen neuen Gehaltstarifvertrag für MFAs begonnen. Am Verhandlungstisch sitzen sich der Verband der Medizinischen Fachberufe und die Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Arzthelferinnen/Medizinischen Fachangestellten gegenüber.
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