Vermischtes

Medizinischer Fortschritt in der Augenheilkunde wirkt sich aus

  • Mittwoch, 11. Juli 2012

Bonn – In Deutschland gibt es weniger blinde und sehbehinderte Menschen. „Obwohl aufgrund der demografischen Entwicklung eher steigende Zahlen zu erwarten wären, haben eine bessere Versorgung und neue Therapien diese Entwicklung offenkundig verhindert, schreibt ein Forscherteam um Frank Holz von der Universitätsaugenklinik Bonn im Deutschen Ärzteblatt (2012; 109: 484-489).

„Es gibt Licht am Horizont“, sagte auch Christina Fasser aus Zürich, Präsidentin von Retina International, einem Zusammenschluss von 33 nationalen Selbsthilfe­organi­sationen im Vorfeld des 17. Welt-Kongresses der Patientenorganisationen am 14. und 15. Juli in Hamburg.

Erbliche und erworbene Erkrankungen der Netzhaut, die zur völligen Erblindung führen können, galten bis vor wenigen Jahren als gar nicht oder nur schwer behandelbar, zum Beispiel die Retinitis pigmentosa, eine Erbkrankheit, mit der in Deutschland eines von 4.000 Kindern geboren wird.

Ähnliches gelte für die die Diagnose altersabhängige Makula-Degeneration (AMD), die Ärzte jährlich bei rund 50.000 älteren Menschen in Deutschland stellen. Die Studie der Forscher um Holz gebe aber Anlass zum Optimismus. Gegen die erblichen Netzhauter­krankungen sei mittlerweile ein ganzes Spektrum von Therapien in den entscheidenden Phasen der klinischen Prüfung, auch das erste Netzhaut-Implantat habe bereits seine Zulassung erhalten, hieß es im Vorfeld des Kongresses.

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