Ärzteschaft

MedSafetyWeek 2026: Aufruf zur Meldung unerwünschter Arzneimittelwirkungen

  • Montag, 2. November 2026
/sizsus, stock.adobe.com
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Berlin – Zum Start der diesjährigen „MedSafetyWeek“ erinnert die Bundesärztekammer (BÄK) zusammen mit anderen Organisationen daran, unerwünschte Arzneimittelwirkungen der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) zu melden.

„Ärztinnen und Ärzten kommt im Medikationsprozess eine zentrale Rolle zu“, sagte BÄK-Präsident Klaus Reinhardt. Gemäß der ärztlichen (Muster-)Berufsordnung seien sie verpflichtet, „die ihnen aus ihrer ärztlichen Behandlungstätigkeit bekanntwerdenden unerwünschten Wirkungen von Arzneimitteln der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft mitzuteilen“.

Diese Spontanmeldungen trügen dazu bei, frühzeitig neue Risiken zu erkennen und Risikofaktoren bei bekannten Arzneimittelnebenwirkungen zu identifizieren. „Damit leistet die ärztliche Selbstverwaltung einen wichtigen Beitrag zur Patientensicherheit“, betonte Reinhardt.

Er betonte, Spontanmeldungen aus der ärztlichen Versorgungspraxis ermöglichten es, Risiken frühzeitig zu erkennen, Risikofaktoren bei bekannten Arzneimittelwirkungen zu identifizieren und neue Signale sichtbar zu machen.

Auch Patienten oder deren Angehörige können vermutete Nebenwirkungen online an die zuständigen Bundesoberbehörden – das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) oder das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) – melden.

„Wir nehmen jeden Verdachtsfall ernst“, sagte Karl Broich, Präsident des BfArM. Ziel sei es, mögliche Risiken von Arzneimitteln so früh wie möglich zu erkennen. „Erreichen uns Hinweise auf unerwünschte Arzneimittelwirkungen, die auf ein bislang unbekanntes Risiko hindeuten, handeln wir: Wir prüfen die Erkenntnisse sorgfältig und leiten, wenn erforderlich, gezielte Maßnahmen zum Schutz von Patientinnen und Patienten ein“, so Broich.

An der „MedSafetyWeek“ vom 2. bis 8. November beteiligen sich mehr als 130 Organisationen aus über 120 Ländern. Koordiniert wird die Kampagne vom Uppsala Monitoring Centre, einem Kooperationszentrum der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Die Kampagne steht unter dem Motto „Nebenwirkungen nicht ignorieren, sondern melden“. Sie ruft medizinisches und pharmazeutisches Fachpersonal, Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige dazu auf, mögliche Nebenwirkungen zu beachten und Verdachtsfälle zu melden.

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