Ärzteschaft

Mehr als Hälfte der Ärzte in Rheinland-Pfalz älter als 50 Jahre

  • Dienstag, 20. Mai 2025
/Halfpoint, stock.adobe.com
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Mainz – Mehr als jeder zweite Arzt oder Ärztin in Rheinland-Pfalz ist mittlerweile älter als 50 Jahre – nämlich 13.267 von 24.441. Das geht aus einer neuen Statistik der Landesärztekammer hervor. „Die Menschen auf dem Land werden längere Wege bis in die nächste Praxis auf sich nehmen müssen“, kündigte daher Günther Matheis an, der Präsident der Kammer.

Die Gesamtzahl der bei der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz registrierten Ärzte ist seit Ende 2023 um zwei Prozent gestiegen. Ende 2023 waren es 23.962, aktuell sind es 24.441. Die Zahl der im Land berufstätigen Mediziner ist 2024 im Vorjahresvergleich um 1,6 Prozent gewachsen und beträgt jetzt 20.315.

„Die größere Anzahl an Köpfen kann den Ärztemangel jedoch nur teilweise kompensieren, da die gesamte geleistete Arbeitszeit in den vergangenen Jahren abgenommen hat“, hieß es aus der Kammer.

Aus der aktuellen Ärztestatistik geht außerdem hervor, dass im ambulanten Bereich 8.167 Ärzte arbeiten, im Krankenhaus 9.610. In Behörden und Körperschaften arbeiten 1.005 Ärzte, 1.533 sind in sonstigen Bereichen tätig.

Eine weitere Erkenntnis aus den vorliegenden Zahlen: Die Ärzteschaft in Rheinland-Pfalz wird immer weiblicher: 11.027 Ärztinnen (45 Prozent) waren 2024 Mitglied der Landesärztekammer. Die Zahl nähert sich immer mehr der der Männer (13.414) an.

Laut Matheis wird es zunehmend Aufgabe der Ärzteschaft, Strategien zu entwickeln, um mit weniger personellen Ressourcen das Versorgungsniveau für die Patienten aufrecht zu erhalten. Ein Baustein dazu seien Ärztinnen und Ärzte, die über das Rentenalter hinaus tätig sein möchten.

„Jeder, der im Beruf bleibt, hilft uns sehr“, so Matheis. Im Jahr 2024 waren 2.381 der Über-65-Jährigen noch im Dienst, ein Jahr zuvor wies die Statistik 2.241 Ärztinnen und Ärzte dieser Alterskohorte aus, die berufstätig waren.

Auch Ärzten aus dem Ausland helfen dabei, die Versorgung aufrecht zu erhalten: Ihr Anteil hat sich seit 2004 mehr als verdreifacht: von 904 (2004) auf 3.461 (2024), was einem Anteil von 14 Prozent an der Gesamtärzteschaft in Rheinland-Pfalz entspricht. Die Ärztekammer fordert von dem Bundesland außerdem, weitere Medizinstudienplätze einzurichten.

hil

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