Ärzteschaft

Mehr als jede dritte Frau chronisch krank

  • Freitag, 13. Dezember 2013

Hamburg – Mehr als jede dritte Frau in Deutschland (35 Prozent) geht wegen einer chronischen Krankheit regelmäßig zum Arzt. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Dagegen ist bei den Männern nur etwa jeder Vierte (27 Prozent) betroffen.

In diesem Zusammenhang rät die Kasse schwangeren Betroffene, beim Umgang mit Medikamenten besonders aufzupassen. Denn chronisch Kranke kämen meist nicht um ein Medikament herum. „Das kann jedoch besonders für Frauen mit Kinderwunsch zum Problem werden, denn bestimmte Präparate können die kindliche Entwicklung im Mutterleib beeinträchtigen“, heißt es dazu von der TK.

Auch wenn eine Schwangerschaft unbeabsichtigt zustande kommt, stelle sich die Frage, wie verträglich die Dauermedikation sei. „Auf Wunsch erhalten TK-versicherte Frauen ab 15 Jahren deshalb Hinweise zu Präparaten, die bei Kinderwunsch und in der Schwanger­schaft potenziell bedenklich sein können“, verwies Thomas Widmann, Arzneimittelexperte der TK.

Ziel sei es, Frauen mehr Sicherheit beim Einsatz medizinisch notwendiger Medikamente zu geben. „Die Patientin kann mit diesen Informationen, die in den persönlichen Arznei­mittel­kontoauszug integriert sind, ihren Arzt oder Apotheker auf mögliche Alternativen ansprechen“, sagte Widmann. Die Übersicht ersetzt jedoch nicht den Arztbesuch. Insbeson­dere werdende Mütter sollten Medikamente grundsätzlich nur in Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt anwenden. „Das gilt auch für freiverkäufliche Präparate oder Nahrungsergänzungsmittel“, so der Experte.

hil

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