Mehr Erkrankungen durch hohe Arbeitsbelastung
Düsseldorf – Leistungsdruck und Arbeitsverdichtung haben für eine Zunahme psychischer Erkrankungen in deutschen Betrieben gesorgt. Das geht aus einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervor.
Demnach hat das Meinungsforschungsinstitut Infas im Frühjahr 2015 insgesamt 2.009 Betriebsräte aller wichtigen Branchen befragt. Rund 60 Prozent der Arbeitnehmervertreter hätten angegeben, dass die Beschäftigten ihres Unternehmens massiv unter Zeitdruck und hoher Arbeitsintensität litten.
In 77 Prozent der Betriebe hätten Termindruck und hohe Arbeitsintensität nach Angabe der Befragten in der jüngeren Vergangenheit zu mehr gesundheitlichen Beschwerden geführt. In jedem zweiten Unternehmen sei die Zahl der Überstunden gestiegen. Als einen Hauptgrund für die gestiegene Belastung sieht das WSI den Angaben zufolge eine zu geringe Personalstärke.
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