Vermischtes

Merck verkauft US-Auftragsfertigung in die Schweiz

  • Dienstag, 3. November 2026
/picture alliance, Ulrich Baumgarten
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Basel/Darmstadt – Der Darmstädter Merck-Konzern verkauft sein US-Geschäft mit der Auftragsentwicklung und -herstellung (CDMO) von Wirkstoffen in die Schweiz. Der Pharmahersteller Lonza übernimmt für einen mittleren dreistelligen Millionen-Eurobetrag fünf Standorte in den USA mit einer Belegschaft von rund 1.100 Menschen, wie Merck und Lonza mitteilten.

Die Transaktion, die Mitte 2027 abgeschlossen sein soll, umfasst Standorte in Carlsbad (Kalifornien), Madison und Verona (Wisconsin), Indianapolis (Indiana) und St. Louis (Missouri).

Die Auftragsentwicklung und -herstellung soll Kunden dabei helfen, Therapien von der Entwicklung bis zur Produktion voranzubringen. Auch nach Abschluss des Deals werde Merck weiterhin Pharma- und Biotechnologiekunden mit einem breiten Angebot aus Verbrauchsmaterialien, Technologien und Dienstleistungen unterstützen, betonte Merck.

Merck baut unter seinem neuen Konzernchef Kai Beckmann, der das DAX-Unternehmen seit Mai führt, sein Portfolio um. „Die heutige Ankündigung ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Umsetzung unserer mittel- bis langfristigen strategischen Agenda“, sagte Beckmann. Merck wolle sich stärker auf innovationsgetriebene Geschäfte ausrichten.

Im Juni hatte Merck die Übernahme des US-Unternehmens Bio-Techne, einem Anbieter von Analysetechnologien, für knapp zehn Milliarden Euro zur Stärkung seiner Laborsparte (Life Science) vereinbart. Kürzlich gaben die Darmstädter zudem die Übernahme der britischen Biotechfirma Silence Therapeutics für rund eine Milliarde Euro bekannt, um ihr Geschäft mit seltenen Krankheiten auszubauen.

Lonza mit Hauptsitz in Basel beschäftigt rund 17.000 Menschen. „Durch die Integration des CDMO-Geschäfts von Merck in Lonza erhalten unsere Kunden Zugang zu einem breiteren Leistungsspektrum und zusätzlichen Produktionskapazitäten in den USA, einem für Lonza wichtigen Markt“, sagte Unternehmenschef Wolfgang Wienand.

dpa

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