Metastasiertes Prostatakarzinom: Zirkulierende Tumor-DNA als Biomarker für die Therapieentscheidung?

Chicago – Therapiesequenzen beim metastasierten Prostatakarzinom sind nicht in allen Fällen durch gute Evidenz belegt. Daten einer kleinen Studie, die bei der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago präsentiert wurde, lassen vermuten, das etwa zirkulierende Tumor-DNA (ctDNA) bei der Wahl von Folgetherapien bei hormonrefraktären Tumoren nach Versagen eines Testosteronsynthese-Hemmers helfen könnte (Abstract 5017).
Wenn Patienten mit metastasiertem hormonrefraktärem Prostatakarzinom auf die Behandlung mit Abirateronacetat nicht mehr ansprechen, kommen als Folgetherapie der Androgenrezeptor-Signalweginhibitor (ARPI) Enzalutamid oder das Zytostatikum Docetaxel infrage. Das Ansprechen ist uneinheitlich, weil es beispielsweise Kreuzresistenzen zwischen ARPIs gibt (New England Journal of Medicine 2019, DOI: 10.1056/NEJMoa1911206; Abstract 1, ASCO-GU 2025).
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