Ausland

Mexikos Präsident will Fettleibigkeit bekämpfen

  • Dienstag, 26. Januar 2010

Mexiko-Stadt – Mexikos Präsident Felipe Calderón hat seine Landsleute kritisiert, weil sie nach seinen Angaben das dickste Volk der Welt sind. Derzeit seien 70 Prozent der Erwachsenen in Mexiko nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) übergewichtig, sagte Calderón am Montag (Ortszeit) in Mexiko-Stadt bei der Vorstellung eines Regierungsprogramms zur Bekämpfung von Fettleibigkeit.

Auch bei Kindern zwischen fünf und elf Jahren liege die Rate der Übergewichtigen bei 70 Prozent und damit so hoch wie nirgendwo sonst in der Welt. Die durch Übergewicht hervorgerufenen Beschwerden hätten den mexikanischen Staat im vergangenen Jahr schätzungsweise mehr als 42 Milliarden Pesos (2,3 Millionen Euro) gekostet.

Für Calderón ist klar, warum so viele Mexikaner zu dick sind: „Das sogenannte Vitamin T: Tacos, Torten und Tortillas“. Heruntergespült würde das fette Essen viel zu oft mit süßen Getränken, bemängelte der Staatschef. Diesem Missstand will Calderóns Regierung nun mit einem staatlichen Gesundheitsplan entgegenwirken. Die Mexikaner sollen demnach dazu bewegt werden, sich gesünder zu ernähren und zu verhalten.

Fünf Regeln gab Gesundheitsminister José Angel Córdova den Dicken im Land mit auf den Weg: „Beweg dich, wieg dich, trink Wasser, iss Obst und Gemüse und mach es zusammen mit deiner Familie.“ Nach seinen Angaben ist die Zahl der Mexikaner mit Gewichtsproblemen seit 1980 um 30 Prozent gestiegen.

afp

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