Mögliche Risikogene für Entstehung einer Borderline-Persönlichkeitsstörung identifiziert

Mannheim – Eine genomweite Assoziationsstudie hat 11 Risikoregionen und 9 Gene identifiziert, die an der Pathogenese der Borderline-Persönlichkeitsstörung beteiligt sein könnten (Nature Genetics 2026; DOI: 10.1038/s41588-026-02654-3). Zudem zeigten Ergebnisse weiterer Analysen Überschneidungen mit anderen psychischen, aber auch mit körperlichen Erkrankungen.
Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPD) beginnt oft im Jugendalter und betrifft in westlichen Ländern etwa 0,9-1,9 % der Bevölkerung – Frauen erkranken 3-mal häufiger als Männer. Neben äußeren Faktoren wie frühe zwischenmenschliche Traumata gibt es eine deutliche erbliche Komponente. Zwillings- und Familienstudien haben die Heritabilität der BPD auf 46-69 % geschätzt.
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