Ärzteschaft

Montgomery: Härtere Gesetze bei organisierter Sterbehilfe

  • Dienstag, 10. April 2012
Frank Ulrich Montgomery /Gebhardt
Frank Ulrich Montgomery /Gebhardt

Berlin – Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, hat sich für ein strikteres Verbot der organisierten Sterbehilfe ausgesprochen. „Wir müssen Geschäftemachern mit dem Tod endlich das Handwerk legen”, sagte Montgomery der Berliner Zeitung vom Dienstag). Es sei ein unerträglicher Zustand, „dass Menschen durch die Republik reisen und Sterbewilligen auf die Schnelle den Schierlingsbecher reichen”. Die schwarz-gelbe Koalition sollte daher ihre bereits 2009 angekündigte Gesetzesverschärfung zügig vorlegen.

Anlass für die Kritik des Ärztepräsidenten ist das vor kurzem veröffentlichte „Weißbuch 2012” der Organisation „SterbeHilfe Deutschland e.V.”. Nach dem Vorbild der Schweizer Sterbehilfevereine Dignitas und Exit gründete der frühere Hamburger Justizsenator Roger Kusch den Verein. Er hat nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr 27 Deutschen beim Suizid geholfen. Nach Informationen der Berliner Zeitung will das Justizministerium bis zur Sommerpause einen Gesetzentwurf vorlegen.

kna

Diskutieren Sie mit:

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung