Multiple Sklerose: Wie das Immunsystem einen Krankheitsschub in der Schwangerschaft verhindert

Hamburg – Die Plazenta bildet in der Schwangerschaft den Botenstoff GDF-15, der über Rezeptoren im Hirnstamm sympathische Nervenfasern aktiviert. Diese hemmen in der Milz die Aktivität von T-Zellen des Immunsystems. Die in Nature Immunology (2026, DOI: 10.1038/s41590-025-02406-1) vorgestellten Zusammenhänge erklären, warum viele Patientinnen mit Multipler Sklerose (MS) während einer Schwangerschaft vor Krankheitsschüben geschützt sind.
Bislang war unklar, warum Schwangerschaften günstige Auswirkungen auf den Verlauf von Autoimmunerkrankungen haben. So geht die Häufigkeit von MS-Schüben um bis zu 80 % zurück. Die in der Schwangerschaft vermehrt gebildeten Östrogene sind eine mögliche Erklärung. Eine Behandlung mit Östrogenen erzielt bei Mäusen mit experimenteller autoimmuner Enzephalomyelitis (EAE) eine gewisse Wirkung. Die EAE entspricht der MS beim Menschen.
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