Myelopathie: CD320-Antikörper könnten Ursache für zentralen Vitamin-B12-Mangel sein

San Francisco – Ein Autoantikörper gegen CD320, der den Transport von Vitamin B12 über die Blut-Hirn-Schranke blockiert, kann das Rückenmark schädigen. In einer Fall-Kontroll-Studie ließ sich der CD320-Antikörper bei einem Teil der Betroffenen mit idiopathischer Myelopathie nachweisen (JAMA Neurology 2026; DOI: 10.1001/jamaneurol.2026.2778).
Eine Myelopathie entwickelt sich häufig schleichend über Monate und Jahre hinweg. Die Schädigung des Rückenmarks führt zu einer zunehmenden Schwäche der Muskulatur, die sich beispielsweise in einer Gangunsicherheit oder in Störungen der Feinmotorik bemerkbar macht. Hinzu kommen sensorische Defizite, die zunächst zu Taubheitsgefühlen führen. In schweren Fällen treten Spastik und zu Blasen- oder Darmfunktionsstörungen auf.
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