Nach Angriff beim CSD: Charité gibt Zwischenstand zu Verletzten

Berlin – Nach dem Angriff am Rande des CSD (Christopher Street Day) in Berlin hat die Charité gestern noch einen Überblick zum Zustand der von ihr versorgten Patienten gegeben.
Die Charité Berlin habe acht auf dem CSD verletzte Menschen versorgt, hieß es von der Universitätsklinik auf X. Vier hätten inzwischen entlassen werden können. Vier weitere Patienten würden aktuell auf Intensivstationen behandelt. Es bestehe „zum jetzigen Zeitpunkt keine Lebensgefahr“, hieß es weiter.
In der Nähe des Potsdamer Platzes war am vergangenen Samstagabend gegen 22 Uhr ein Fahrzeug im Tiergarten in eine Menschenmenge gefahren. Eine Frau kam dabei ums Leben, 29 Menschen wurden verletzt – teils schwer.
Das Fahrzeug, ein weißer Kastenwagen, war nach Polizeiangaben vom Potsdamer Platz kommend in den Tiergarten und durch den Ahornsteig gefahren. Dabei soll der Fahrer Menschen an- oder umgefahren haben und dann mit einem Baum zusammengestoßen sein. Laut Polizei flohen der Fahrer und eventuell ein Beifahrer in unbekannte Richtung.
Der 21-Jährige Abdul B. – deutscher Staatsbürger mit libanesischen Wurzeln – soll das Fahrzeug beschafft haben. Die Polizei suchte mit einer Großfahndung nach dem Tatverdächtigen.
Er wurde am Sonntagabend gestellt. Wie die Berliner Polizei mitteilte, soll er mit einer Stichwaffe auf die Einsatzkräfte zugelaufen sein. Daraufhin sei es zum Schusswaffengebrauch durch das Berliner SEK gekommen, hieß es von Seiten der Polizei.
„Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen durch die Berliner Feuerwehr verstarb er noch am Einsatzort“, so die Polizei weiter. Seitdem wird darüber diskutiert, wie es zu der Attacke kommen konnte und ob es Versäumnisse gegeben hat.
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