Neubau der Universitätsmedizin Oldenburg hat begonnen

Oldenburg – Im Beisein von Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs (SPD) sind in Oldenburg die Arbeiten für die neuen Gebäude der Universitätsmedizin Oldenburg (UMO) mit einem symbolischen Spatenstich gestartet.
Der erste von insgesamt drei Bauabschnitten soll neben Forschungsflächen auch eine Anatomie beherbergen. Der Baubeginn markiere zugleich den nächsten Entwicklungsschritt der Universitätsmedizin Oldenburg, hieß es.
„Mit dem heutigen Spatenstich beginnt ein neues Kapitel für die Universitätsmedizin Oldenburg“, sagte Mohrs. Das Land Niedersachsen investiere damit in moderne Bedingungen für Spitzenforschung und eine hochwertige Ausbildung der Ärztinnen und Ärzte von morgen.
„Der Spatenstich ist ein weiterer wichtiger Meilenstein in diesem Jahr und steht gleichzeitig symbolisch für die konsequente und stetige Weiterentwicklung der UMO“, sagte Hans Gerd Nothwang, Dekan der Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften. Er betonte, im Herbst würden in Oldenburg erstmals 200 junge Menschen das Medizinstudium beginnen.
Seit ihrer Gründung im Jahr 2012 haben Mitarbeitende und Studierende der Universitätsmedizin im Gebäudebestand der Universität, in angemieteten Räumen über die Stadt verteilt, in Modulbauten und Laborcontainern gelehrt, geforscht und gearbeitet – während die Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften stetig weitergewachsen ist.
In den kommenden Jahren soll auf einer Fläche, die so groß ist wie drei Fußballfelder, zunächst ein Gebäudeteil mit rund 4.000 Quadratmetern Nutzfläche entstehen, der Raum für die medizinische Forschung schafft. Die neue Anatomie soll es ermöglichen, dass angehende Ärzte in Oldenburg an Spenderkörpern die Anatomie des Menschen studieren können. Bislang fahren sie dafür regelmäßig mit Bussen nach Groningen.
Mitte 2030 soll der erste Bauabschnitt abgeschlossen sein. Er kostet 85 Millionen, von denen die Universität rund 18 Millionen Euro aus eigenen Mitteln bestreitet. Sie fließen in den Bau der Anatomie.
Während die Bauarbeiten für den ersten Bauabschnitt laufen, schreitet auch die Planung für die beiden weiteren Gebäudeteile voran. Ein zweites Forschungsgebäude mit rund 3.400 Quadratmetern Nutzfläche soll zwischen 2029 und 2032 entstehen. Die Kosten belaufen sich auf voraussichtlich 76 Millionen Euro.
Der dritte Bauabschnitt soll zusätzliche Flächen für die medizinische Lehre bringen. Außerdem ist dort eine Cafeteria geplant. Die UMO will das Gebäude mit 5.400 Quadratmetern Nutzfläche Mitte der 2030er-Jahre in Betrieb nehmen. Die Kosten dafür belaufen sich nach aktueller Schätzung auf 77 Millionen Euro.
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