Neue ESC-Leitlinien: Diese Änderungen betreffen die kardiologische Praxis
München – Beim europäischen Kardiologiekongress (ESC) wurden 3 neue klinische Leitlinien veröffentlicht: Die ESC-Leitlinie zu Herzinsuffizienz soll die klinische Praxis spürbar vereinfachen. Eine erste eigenständige Leitlinie zur kardialen Rehabilitation verfolgt das Ziel, deren Implementierung in der täglichen Praxis zu fördern. Die 3. Leitlinie widmet sich Menschen mit kombinierten Nieren- und Herzerkrankungen und empfiehlt, bei allen Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen das Vorliegen einer Niereninsuffizienz systematisch mittels Albuminuriebestimmung zu prüfen.
Erstmals wurde zudem eine universelle Definition des Myokardinfarkts von 4 führenden kardiologischen Fachgesellschaften entwickelt und veröffentlicht. Anstelle der bisherigen Typen 1 bis 5 berücksichtigt das neue System die Ursache des Myokardinfarkts. Daraus ergeben sich künftig nur noch 3 klinische Konstellationen des Myokardinfarkts: primärer Myokardinfarkt, sekundärer Myokardinfarkt und prozedurbedingter Myokardinfarkt. Wie sich diese aktualisierten Empfehlungen auf tägliche Behandlungsentscheidungen auswirken, erklärt Ulf Landmesser, stellvertretender Ärztlicher Direktor des Deutschen Herzzentrums der Charité und Direktor der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin CBF im Interview.
Ulf Landmesser zu den aktualisierten ESC-Leitlinien
Deutsches Ärzteblatt bei Google bevorzugen
Wenn Sie Deutsches Ärzteblatt als bevorzugte Quelle festlegen, können Inhalte von uns in Ihren Google-Ergebnissen sichtbarer erscheinen.
Jetzt bei Google bevorzugenDiskutieren Sie mit
Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.
Diskutieren Sie mit: