Neue Leitlinie zur Arzneimittel-Substitution bei Schmerzpatienten
Oberursel – Eine sogenannte Praxisleitlinie zur Umstellung wirkstoffgleicher Arzneimittel hat die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) vorgestellt. Die Leitlinie „Gute Substitutionspraxis in Schmerz- und Palliativmedizin“ informiert darüber, was Ärzte bei einem Wechsel zwischen wirkstoffidentischen Arzneimitteln beachten müssen, wie sie zum Beispiel die Rabattverträge häufig erzwingen. In einem Einführungsteil gehen die Autoren auch auf ethische und rechtliche Hintergründe der Arzneimittel-Substitution ein.
„Damit liefert die Praxisleitlinie Antworten auf die für viele chronische Schmerzpatienten unerträgliche Umstellungssituation“, sagte der Präsident der Fachgesellschaft, Gerhard Müller-Schwefe. Er betonte, die Umstellung dürfe auf die Lebensqualität der chronisch Schmerzkranken nicht beeinträchtigen.
Unter der Federführung des verantwortlichen Leitlinienautors Michael Überall, Vizepräsident der DGS, haben laut der DGS zahlreiche Schmerzzentren und einzelne Ärzte auf der Basis ihrer täglichen Arbeit mit Patienten die neue Praxisleitlinie mitgestaltet. Sie ist die dritte ihrer Art nach den DGS-Praxisleitlinien „Tumorschmerz“ und „Tumorbedingte Durchbruchschmerzen“. Weitere Praxisleitlinien sind laut der DGS in der Vorbereitung.
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