Neue Parkinsonleitlinie steht zur Kommentierung bereit
Berlin – Nach rund vierjähriger Arbeit hat die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) jetzt eine neue Leitlinie zum „Idiopathischen Parkinson‐Syndrom“ vorgestellt. Die Konsultationsfassung ist soeben erschienen, im November will die Fachgesellschaft die Endfassung der Leitlinie veröffentlichen. Dann steht erstmals eine S3‐Leitlinie über die Erkrankung zur Verfügung. Insgesamt 32 Organisationen haben daran mitgearbeitet. In Deutschland sind bis zu 200.000 Menschen von der Parkinson‐Erkrankung betroffen.
„Der Schwerpunkt liegt auf der ärztlichen Behandlung, erstmals wurden aber auch Verfahren der Logotherapie, Ergotherapie oder Verhaltenstherapie sowie alternative Behandlungsansätze bewertet“, erläutert der Leitlinien-Koordinator Richard Dodel.
Die neue S3‐Leitlinie enthält Empfehlungen zu neuen wie zu bestehenden Therapien. Anhand von mehr als 50 Schlüsselfragen haben die Autoren die wesentlichen Aspekte der Diagnostik, der Therapie und weiterer Behandlungsoptionen aufgearbeitet. Hier sind insbesondere die tiefe Hirnstimulation sowie Therapieoptionen für Patienten im fortgeschrittenen Stadium des Parkinson‐Syndroms neu bewertet worden.
Häufig führen Verhaltens‐ und psychische Symptome zu einer Einschränkung der Parkinson‐Patienten. Die Autoren haben auch hierzu Empfehlungen zur Behandlung und Führung der Patienten aufgenommen.
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