Ärzteschaft

Neue Referenzwerte für die Vitamin-A-Zufuhr

  • Mittwoch, 30. Dezember 2020
/aamulya, stock.adobe.com
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Bonn – Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat gemeinsam mit den Ernährungsgesellschaf­ten aus Österreich und der Schweiz die Referenzwerte für die Vitamin-A-Zufuhr überarbeitet. Dieser wird nun in „Retinolaktivitätsäquivalenten“ (RAE) angegeben.

Neu ist auch, dass für β-Carotin kein separater Referenzwert mehr angegeben wird. Die empfohlene Zu­fuhr für Vitamin A beträgt für Frauen danach 700 Mikrogramm RAE pro Tag und für Männer 850 Mikro­gramm RAE.

Vitamin A ist ein essenzieller, fettlöslicher Nährstoff, der für zahlreiche biologische Prozesse wie Seh­vorgang, Immunfunktion, Zelldifferenzierung und Embryonalentwicklung notwendig ist. Der Begriff umf­asst eine Gruppe von Verbindungen mit Vitamin-A-Wirkung. Die zentrale Wirkform ist Retinol. Es kann vom menschlichen Körper in andere Wirkformen umgewandelt und als Retinylester gespeichert werden.

Das fettlösliche sogenannte vorgebildete Vitamin A ist ausschließlich in tierischen Lebensmitteln ent­hal­ten. Aber Pflanzen enthalten eine Reihe von Provitamin-A-Carotinoiden, die in unterschiedlichem Maße zu Vitamin A umgewandelt werden können.

Beta-Carotin ist aufgrund der hohen Umwandlungsrate und der mengenmäßigen Zufuhr das bedeu­tends­te Provitamin A für die menschliche Vitamin-A-Versorgung. Karotten, Süßkartoffeln, Kürbis, rote Paprika, Grünkohl, Spinat, Feldsalat sowie Honigmelone, Aprikosen und Mango enthalten nennenswerte Mengen an Beta-Carotin.

„Eine rein pflanzliche Ernährung setzt für die Sicherstellung einer angemessen Vitamin-A-Zufuhr eine sehr bewusste Ernährungsweise und Lebensmittelauswahl voraus“, erläutert die DGE. Um Carotinoide optimal zu verwerten, sollten beispielsweise Karotten immer zusammen mit etwas Fett gegessen werden.

hil

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