Neue S2k-Leitlinie zur Harninkontinenz bei Frauen

Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) hat zusammen mit ihren Partnerorganisationen in der Schweiz und in Österreich und weiteren Organisationen eine Leitlinie auf S2k-Niveau zur Harninkontinenz bei Frauen herausgegeben.
„Die vorliegende Leitlinie verfolgt das Ziel, alle wissenschaftlich relevanten Informationen zur Belastungskontinenz und Überaktiven Blase/Dranginkontinenz zu bündeln, die bislang in getrennten Leitlinien dargestellt wurden“, erläuterte der DGGG-Präsident Anton Scharl.
Die Harninkontinenz gehöre zu den häufigsten Krankheitsbildern in der Frauenheilkunde und betreffe circa 30 Prozent aller Frauen. „Für die Betroffenen kann die Erkrankung massive Beeinträchtigungen der Lebensqualität auf physischer, psychischer, sozialer und ökonomischer Ebene zur Folge haben und stellt somit ein schwerwiegendes Gesundheitsproblem für Frauen aller Altersklassen dar“, so die Herausgeber.
An der insgesamt 262 Seiten umfassenden Handlungsempfehlung waren 32 Autorinnen und Autoren aus elf Fachgesellschaften beteiligt. Finanziell unterstützt wurde die Arbeit durch das DGGG-Leitlinienprogramm.
„Diese Leitlinie bietet ein breites diagnostisches und therapeutisches Instrumentarium, dessen Anwendung sich am Leidensdruck und an der Therapiemotivation der Patientin orientiert. Eine fachgerechte Diagnostik und eine gut fundierte Beratung kann jeder betroffenen Frau die Chance auf eine individualisierte Behandlung eröffnen“, betonte Gert Naumann, einer der Leitlinienkoordinatoren.
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