Ärzteschaft

Neue STIKO-Empfehlungen nach COVID-19-Impfungen mit in der EU nicht zugelassenen Vakzinen

  • Donnerstag, 31. März 2022
/picture alliance, NurPhoto, Jakub Porzycki
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Berlin – Personen, die mit in der Europäischen Union (EU) nicht zugelassenen Vakzinen gegen COVID-19 vollständig geimpft wurden, sollen den aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) zufolge nur noch eine Boosterimpfung mit einem mRNA-Impfstoff erhalten. Der Start einer neuen Impfserie ist demnach nicht mehr in jedem Fall erforderlich.

Die aktualisierten Empfehlungen beziehen sich auf frühere Impfungen mit den inaktivierten Ganzvirusimpfstoffen Covaxin (Bharat Biotech International) aus Indien, Covilo (Sinopharm) und CoronaVac (Sinovac) beide aus China sowie mit dem vektorbasierten Impfstoff Sputnik V (Gamelaya) aus Russland.

Wurde eine Grundimmunisierung mit einem dieser Impfstoffe durchgeführt, kann eine Auffrischung mit einem in der EU zugelassenen mRNA-Impfstoff erfolgen, so die STIKO im Epidemiologischen Bulletin 13/2022, das heute erschienen ist. Der Abstand zur letzten Impfung sollte mindestens 3 Monate betragen. Das Gleiche gilt für Menschen, die neben der Grundimmunisierung mit zwei Impfungen bereits mindestens eine Boosterimpfung erhalten haben.

Beide in der EU zugelassenen mRNA-Impfstoffe - Comirnaty® (BioNTech/Pfizer) oder Spikevax® (Moderna Biotech) – können abhängig vom Alter verwendet werden.

Ist die Grundimmunisierung nicht abgeschlossen oder sind Impfungen mit anderen als den genannten Vakzinen durchgeführt worden, muss laut STIKO eine neue Impfserie gestartet werden.

Die aktualisierten Empfehlungen beruhen auf neue Daten. Sie zeigten, so die STIKO weiter, dass eine Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff nach einer Grundimmunisierung mit einem inaktivierten Ganzvirus-Impfstoff einen vergleichbaren Immunschutz hervorrufe wie eine dreimalige Gabe eines mRNA-Impfstoffs.

Zwar lägen zu dem Vektorimpfstoff Sputnik V hierzu noch keine Daten vor. Doch sei davon auszugehen, dass ein einmaliger Booster mit einem mRNA-Impfstoff vergleichbar effektiv und verträglich sein wird wie nach einer Grundimmunisierung mit den vektorbasierten Impfstoffen Vaxzevria (AstraZeneca) oder COVID-19 Vaccine (Janssen).

aks

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