Neuer Arbeitsplan
Der nationale Trend hält auch in meiner Facharztgruppe Einzug: Ab 1.12.2012 stellen wir auf wöchentliches Arbeitspensum um. Das bedeutet, dass wir von nun an sieben Tage am Stück von morgens sechs bis abends 16 bis 19 Uhr arbeiten werden, je nach Patientenvolumen. Von Dienstag (morgens) bis zum kommenden Montag (abends) sind wir für das jeweilige Krankenhaus, die Visite, Aufnahmen, Entlassungen und Notfälle zuständig, um danach sieben Tage am Stück frei zu haben.
Dadurch ergibt sich effektiv ein Arbeitspensum von etwas mehr als 26 volle Wochen im Jahr, durchschnittlich auf alle Wochen umgerechnet somit eine 35- bis 40-Stundenwoche. Dadurch folgen wir dem nationalen Trend der Hospitalisten, wobei wir die Frage der Nachtarbeit dadurch gelöst haben, dass ein Kollege alle zwei Monate eine Nachtwoche statt der regulären Tagesvisitenarbeitszeit abzuleisten hat.
Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Intensiver arbeiten während der Arbeitswoche, um dann eine ganze Woche am Stück frei zu haben. Das öffnet Freiraum für viele Freizeitaktivitäten und eine gründliche Erholung. Manche meiner Kollegen tauschen schon untereinander einige der Wochen so aus, dass sie zwei Wochen am Stück frei haben und entsprechend international verreisen können; einer hat sich sogar vier Arbeitswochen am Stück vorgenommen, um hiernach vier Wochen lang durch Südamerika zu reisen und in Asien surfen zu gehen.
Es herrscht sehr viel Zufriedenheit angesichts dieser Umstellung in unserer Gruppe – das ist ein schöner Trend, so der Grundtenor, dem wir uns gerne angeschlossen haben. „Es lebe die Hospitalistengruppe”, mag sich wohl so mancher gedacht haben, als er sich die freien Wochen verplante.
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