Neuer Wirkstoff beim RET-positiven NSCLC: Wirksam, aber erhöhte Infektionsgefahr

Chicago – RET ist eine Rezeptor-Tyrosinkinase aus einer Familie extrazellulärer Rezeptoren. Das zugehörige RET-Proto-Onkogen ist bei 1–2 % aller nicht-kleinzelligen Lungenkarzinome (NSCLC) mit anderen Genen fusioniert und steht dann für ein hohes Risiko für Progression sowie für die Entwicklung von Hirnmetastasen (Journal of Clinical Oncology 2020; DOI: 10.1200/JCO.19.02551).
Der selektive RET-Inhibitor Selpercatinib konnte in der Phase-3-Studie LIBRETTO-431 das progressionsfreie Überleben gegenüber einer Kombination aus Chemotherapie und dem PD-1-Checkpoint-Inhibitor Pembrolizumab signifikant verlängern und ist daher für das RET-Fusions-positive fortgeschrittene NSCLC zugelassen (S3-Leitlinie Lungenkarzinom). Weitere RET-Inhibitoren überzeugen mit teils beeindruckenden Ergebnissen, wie bei der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago deutlich wurde.
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