Ärzteschaft

Neues Online-Tool zu aktuellen Antibiotikaresistenzen

  • Mittwoch, 7. Oktober 2026
/catalin, stock.adobe.com
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Berlin – Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat zusammen mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ein digitales Tool veröffentlicht, mit dem Ärztinnen und Ärzte aktuelle Informationen zu Antibiotikaresistenzen abrufen können.

Es soll dabei helfen, die bestmögliche Therapie für Erkrankte zu finden und so Therapieversagen und der Ausbreitung von Resistenzen bei Erregern entgegenzuwirken. 

Grundlage des Tools sind Daten der Antibiotika-Resistenz-Surveillance des RKI, in deren Rahmen Antibiotikaresistenzen aus dem stationären und ambulanten Bereich in Deutschland erfasst werden. Die Online-Tabelle zeigt auf einen Blick, wie hoch der Resistenzanteil für relevante Erreger-Antibiotikum-Kombinationen in Deutschland derzeit ist. Ärztinnen und Ärzte können gezielt nach verschiedenen Antibiotika und Erregern filtern, die in ihrer Praxis am häufigsten vorkommen.

Zwar müssen Fachinformationen für Antibiotika Angaben zur Resistenzlage enthalten. In der Praxis sind diese Informationen laut RKI und BfArM aber nicht immer auf dem aktuellen Stand und nicht zentral abrufbar. Das neue Tool soll diese Lücke mit jährlich aktualisierten Daten aus der Antibiotika-Resistenz-Surveillance schließen.

Die Tabelle gliedert die Antibiotika nach den WHO-Kategorien „Access“, „Watch“ und „Reserve“: Access-Antibiotika sollen breit verfügbar und bevorzugt eingesetzt werden, da sie wirksam und mit geringerem Resistenzrisiko verbunden sind. Watch-Antibiotika tragen ein höheres Risiko für die Entwicklung von Resistenzen und sollten nur bei spezifischen Indikationen verwendet werden.

Reserve-Antibiotika sind letzte Optionen für die Behandlung multiresistenter Infektionen und sollen restriktiv eingesetzt werden. „Das Tool unterstützt damit einen verantwortungsvollen Antibiotikaeinsatz im Sinne des Antibiotic Stewardship“, hieß es aus dem RKI und BfArM.

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