Neues Webportal soll Mediziner in der Krebsforschung unterstützen
Stuttgart – Ein neues Webportal namens „Granatum“ soll Ärzte und Grundlagenwissenschaftler in der Onkologie unterstützen. Die offen zugängliche IT-Plattform stellt Wissen über Methoden und bereits bekannte Wirkstoffe in der Krebsforschung zur Verfügung.
Entwickelt hat „Granatum“ das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT, die Europäische Kommission unterstützt das Projekt. Die Forscher können über das Portal auf Daten zugreifen, die sie benötigen, um komplexe Experimente im Bereich der Krebs-Chemoprävention vorzubereiten und Vorstudien auf Basis großer, bereits verfügbarer Datenquellen anzulegen. Sie können außerdem ihr Wissen und experimentelles Datenmaterial gemeinsam erarbeiten und nutzen, kombinieren und so neue Erkenntnisse schneller gewinnen.
Über die Vernetzung und die Datenbereitstellung hinaus bietet die Plattform Werkzeuge zur Simulation von Wirkstoffen – zugeschnitten auf spezifische Anwendungsfelder und Krankheitsbilder.
„Das Portal vernetzt die biomedizinische Forschung über Ländergrenzen hinweg, erleichtert den wissenschaftlichen Austausch und erlaubt erstmalig eine gemeinschaftliche Hypothesenbildung und Überprüfung von möglichen Wirkstoffen“, erläuterte Wolfgang Prinz, Projektkoordinator und stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer FIT, die neuen Möglichkeiten, die Granatum biete.
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