Hochschulen

Neues Zentrum für Hirngesundheit in Magdeburg

  • Donnerstag, 7. Mai 2026
Professor Thomas Nickl-Jockschat (l), Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsklinik Magdeburg, und Professor Amrah Düzel, Leiter des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen, kommen zur Gründungsveranstaltung des Zentrums für Hirngesundheit der Universitätsmedizin Magdeburg /picture alliance/dpa | Klaus-Dietmar Gabbert
Professor Thomas Nickl-Jockschat (l), Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsklinik Magdeburg, und Professor Amrah Düzel, Leiter des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen, kommen zur Gründungsveranstaltung des Zentrums für Hirngesundheit der Universitätsmedizin Magdeburg /picture alliance/dpa | Klaus-Dietmar Gabbert

Magdeburg – Ein neues Zentrum für Hirngesundheit in Magdeburg setzt sich die Optimierung der Hirnleistung bei neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen zum Ziel. Hier sollen Grundlagenforschung und konkrete Hilfe für Patienten zusammengeführt werden, so die Universitätsmedizin Magdeburg zur feierlichen Auftaktveranstaltung.

„Wir wollen die zentralen Fähigkeiten des Gehirns über die gesamte Lebensspanne stärken und erhalten“, erklärte der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums, Hans-Jochen Heinze. Das deutschlandweit einzigartige Zentrum verbinde Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge. Mediziner, Naturwissenschaftler und Ingenieure arbeiteten zusammen.

Sachsen-Anhalts Wissenschaftsminister Armin Willingmann (SPD) sagte: „Das neue Zentrum für Hirngesundheit zeigt, was moderne Universitätsmedizin leisten kann“. Es sei ein wichtiger Baustein für die Gesundheitsversorgung im Land. Willingmann hob die langjährige Expertise in der Neuroforschung in Magdeburg hervor.

Patientinnen und Patienten sollten in kombinierten Hirngesundheits- und Gedächtnissprechstunden betreut werden, erklärte Emrah Düzel, Direktor des Instituts für Kognitive Neurologie und Demenzforschung Magdeburg sowie Sprecher des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen in Magdeburg. Es gehe etwa um Alzheimer-Erkrankungen und um Demenz. Krankheitsprozesse sollten gebremst und vorhandene Hirnressourcen gezielt gestärkt werden.

Das Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN) bringe den Angaben zufolge den grundlagenorientierten Zugang ein. Im Fokus stünden die Mechanismen des Lernens, von Aufmerksamkeit und Handlungskontrolle.

Neue Ansätze für die Diagnostik und Therapie sollen entstehen. „Wenn wir verstehen, wie sich Lernen und Anpassung in den Schaltkreisen des Gehirns organisieren, können wir gezielter in diese Prozesse eingreifen und neue therapeutische Wege entwickeln“, sagte der wissenschaftliche Geschäftsführer des LIN, Stefan Remy.

dpa

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