Nierenkrebs: Temsirolimus ist Interferon nicht überlegen
New York – Bei Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom kann der mTOr-Inhibitor Temsirolimus das rezidivfreie Überleben gegenüber der Standardtherapie mit Interferon-alpha-2a nicht verbessern. Dies ergab eine Phase III-Studie, in der die beiden Wirkstoffe jeweils mit Bevacizumab kombiniert wurden.
An der Investigation of Torisel and Avastin Combination Therapy oder INTORACT-Studie hatten an weltweit 151 Zentren 790 Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom teilgenommen. Die Patienten waren mit Bevacizumab in Kombination mit Temsirolimus oder Interferon-alpha-2a behandelt worden. Die Kombination von Bevacizumab mit Interferon-alpha-2a ist derzeit eine Standardtherapie, während der Einsatz von Temsirolimus auf Patienten mit ungünstiger Prognose (mindestens drei von sechs Risikofaktoren) beschränkt ist.
Die INTORACT-Studie sollte das Einsatzgebiet von Temsirolimus erweitern, doch die Ergebnisse liefern hierfür offenbar keine Argumente. Der Hersteller Pfizer gab allerdings nun bekannt, dass das Medikament den primären Endpunkt, die Verlängerung des rezidivfreien Überlebens, nicht erreicht hat. Einzelheiten der Studienergebnisse sollen später veröffentlicht werden.
Diskutieren Sie mit
Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.
Diskutieren Sie mit: